Eigentlich müssten beide an einem Strang ziehen, die Hoteliers und die Winzer der Mosel. Doch während sich führende Moselwinzer wie Ernst Loosen, Manfred Prüm, Markus Molitor und viele andere mehr wehement gegen den Bau der Brücke engagieren, hört man von den Hoteliers wenig.
Neuer Wein und alte Hotels
Viele Hoteliers sind der Meinung, dass die neue Schnellstraße dem Torismus der etwas abgeschieden liegenden Region helfen wird, neue Klienten zu gewinnen. Dass die Mosel jedoch generell unter einem veralteten Tourismuskonzept leidet, ist den wenigsten Hoteliers aufgefallen.
Noch immer sind viele Hotels mit Mobiliar aus den sechziger und siebziger Jahren vollgestellt. Noch immer genügen große Teile der Gastronomie nur einfachsten Ansprüchen: Qualitätstourismus sieht anders aus.
Teurer Riesling und billige Gastronomie
Und es sind eben Gastronomen und Winzer, die vom schnellen Tagestourismus leben, die sich von der Straße zur Brücke mehr Geschäft versprechen, wie etwa Markus Burg vom Weingut und Hotel Burg-Schneider, der dem britischen Weinmagazin Decanter als einer der wenigen öffentlich seine Zustimmung kundtat.
Schlussatz: "Jetzt kann man sowieso nichts mehr machen".
Das sieht der Captain nicht so.



So schaut´s aus an der Mosel 
